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Die Entdeckung der Elefanten

Die im Laufe des 20. Jh. immer großflächiger angelegten Tagebaue im Geiseltal zwangen zu einer Intensivierung der Fundrettung. So entdeckte 1985 der Geologe Dr. Matthias Thomae einen ehemaligen See aus dem Pleistozän, der in unvergleichlicher Fülle Relikte einer altsteinzeitlichen Lebenswelt offenbarte. Deren Zerstörung verhinderte sowohl der damalige Betriebsleiter Wilfried Lauche, der die Schaufelradbagger anhielt, als auch der Archäologe Prof. Dr. Dietrich Mania, der bis
1996 im Wettlauf mit dem Schaufelradbagger immer wieder große Fundkomplexe sicherte. Zu den
bedeutendsten Funden gehören hierbei die zahlreichen Überreste des ausgestorbenen Eurasischen
Altelefanten.

Abb. 20:
Freilegung von E23, 1996, Dietrich Mania, Jena

Im Zuge seiner Geländearbeiten gelang dem Wissenschaftler 1995 die Entdeckung eines zweiten
Seebeckens mit einem altsteinzeitlichen Fundhorizont. Diese Fundstelle wurde fortan als Neumark- Nord 2 und der erste Fundplatz als Neumark-Nord 1 bezeichnet. Von 2003 bis 2008 fanden in Neumark-Nord 2 durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt systematische Ausgrabungen statt. Von 2006 an wurden diese Geländearbeiten in einer Kooperation des Landesamtes zusammen mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz und der Universität Leiden (Niederlande) durchgeführt.

Zu Beginn der Ausgrabungstätigkeiten konnten außerdem noch Tierknochenreste und Steinartefakte an einer dritten Fundstelle geborgen werden, die älter als die beiden Seebecken ist. Die Fundstücke lagen in Schottern eines ehemaligen Flusslaufes und sind in etwa zeitgleich mit dem Mammut von Pfännerhall.


Die Datierung der Seebecken


Das Seebecken Neumark-Nord 1, in dem sich auch die zahlreichen Elefantenskelette fanden, entstand in einer Warmzeit innerhalb des Eiszeitalters. Der Ausgräber und andere Wissenschaftler bestimmen das Alter der Fundschicht auf rund 200.000 Jahre vor heute.


Die Forschungen an dem Seebecken Neumark-Nord 2 haben ergeben, dass die dortigen Fundschichten von der letzten Warmzeit bis in den Beginn der letzten Kaltzeit reichen. Der Lagerplatz des Neandertalers aus der Warmzeit hat ein Alter von rund 125.000 Jahren. Die letzte Besiedlung während der Eiszeit fand vor etwa 80.000 Jahren statt.

 


FUNDORT PFÄNNERHALL
Ständige Fossilienausstellung der Zentralwerkstatt

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