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Fossilienbildung

Das Besondere an den Fossilien aus dem Geiseltal ist ihre einmalige Erhaltung in der Braunkohle, was in Mitteleuropa sonst nicht vorkommt. Neben Pflanzen, Insekten und dem vollständigen Skelett des Urpferdchens wurden Reste von Paarhufern, Kleinsäugetieren, wie Insektenfressern und Fledermäusen, Vögeln, Krokodilen, Schildkröten, Schlangen, Amphibien und Fischen entdeckt. Einzigartig ist dabei die Erhaltung von Weichteilen, wie Haut, Schuppen, Haaren oder Federn.

 

Während Pflanzen und teils auch Wirbellose in allen Bereichen der Kohleflöze gefunden wurden, kamen Wirbeltierfossilien nur an eng begrenzten Fundstellen vor. Diese konzentrierten sich im zentralen und südlichen Geiseltal. Auch in den einzelnen Braunkohleflözen waren die Fossilien nicht gleichermaßen erhalten. Die meisten Wirbeltierreste stammen aus der Mittelkohle. Halb so viele Fossilien wurden aus der Unterkohle geborgen, wohingegen aus der Oberkohle nur eine Fundstelle bekannt ist. In der Basiskohle konnte gar keine Fossilisation nachgewiesen werden.

 

Die hervorragende Fossilerhaltung im Geiseltal hat mehrere Gründe. Hauptverantwortlich ist kalkhaltiges Grundwasser, welches aus den angrenzenden Muschelkalkformationen stammt. Zur Zeit der Braunkohlebildung zirkulierte es im Untergrund und neutralisierte die zersetzenden Eigenschaf- ten von Huminsäuren im damaligen Flachmoor. Die Verteilung der Fundstellen zeigt aber, dass dieser Prozess nur in einigen Teilen des Geiseltales wirksam war. Einen großen Einfluss auf die Erhaltung der Tierkadaver hatten die für die Mittelkohle nachgewiesenen häufigen Überschwemmungen der damaligen Landoberfläche. Sie führten zu einer raschen Überdeckung der Tierreste mit Sedimenten und konservierten diese bis in die heutige Zeit.

 

 

 

 

 

Abb. 8: Geologisches Normalprofil.

Quelle: M.Thomae, Abriss der historischen Entwicklung des Lagerstättenmodells Geiseltal.
In: VEB BKV Geiseltal. KDT Technische Kurzinformationen, 1989

 

 

 

 

Neben gelegentlichen Einzelfunden können für das Geiseltal drei verschiedenen Fundstellentypen
unterschieden werden:

 

Einsturztrichter | Hierbei handelte es sich kreisförmige Vertiefungen mit symmetrischem Aufbau im Bundsandstein. Bei ihrer Entstehung waren diese mit Wasser gefüllt und bildeten kleine Teiche und Tümpel. Die steilen Randsäume wirkten als natürliche Fallen für die Tiere – sie stürzten hinein und ertranken. Am Grund der Teiche entstand Faulschlamm, der optimale Bedingungen für die Bildung von Fossilien bot.

 

Leichenfelder | Die Leichenfelder waren Reste der einstigen Überschwemmungen der Landober- fläche und Moorgebiete im Geiseltal. Sie fanden sich hauptsächlich im zentralen Bereich des Tales. Die Fossilien lagerten in großflächigen Vertiefungen, die sich über 80 bis 100 m weit erstrecken konnten. Meist waren die Tierreste von einer dünnen Schicht Kohle bedeckt.

 

Bachläufe | Dieser Fundstellentyp war im Geiseltal eher selten. Es handelte sich um rinnenartige Eintiefungen in der Braunkohle, in denen kleine Bäche flossen. In deren Uferbereichen haben sich ebenfalls Fossilien erhalten. Vollständige Skelette waren hier selten und stammten nur aus den tiefsten Stellen der einstigen Bäche. Häufig wurden die Knochen durch Wasserbewegungen aus dem Skelettverband gelöst und umgelagert.

 


FUNDORT PFÄNNERHALL
Ständige Fossilienausstellung der Zentralwerkstatt

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